Motivation

Die von den jeweiligen Vermessungsbehörden erfassten und bereitgestellten Geobasisdaten bieten für verschiedene grenzüberschreitende Anwendungen, wie etwa Infrastrukturplanungen oder den Hochwasserschutz, eine gute Grundlage. Allerdings beziehen sie sich nur auf das jeweilige Staatsgebiet und weisen zudem unterschiedliche geographische Projektionen, Datenformate bzw. -modelle, Sprachen, semantische Bedeutungen der Inhalte und eine abweichende (Grenz-)Geometrie auf.

Zielstellung

Ziel des Projektes war es, gemeinsam mit den beteiligten Vermessungsbehörden Methoden zu entwickeln, um die amtlichen Daten beider Länder entlang der Staatsgrenze geometrisch passend und inhaltlich vergleichbar zu gestalten. Die Datenanpassung umfasst folgende Aspekte:

  • Semantische Harmonisierung

    • Bilinguale Objektartenkataloge
    • Zuordnungstabellen zur semantischen Vergleichbarkeit der Datenmodelle

  • Geometrische Homogenisierung

    • Verwendung eines einheitlichen Koordinatenreferenzsystems
    • Integration einer abgestimmten, einheitlichen Grenzgeometrie
    • Geometrische Verknüpfung grenzüberschreitender Objekte

Es entstehen Werkzeuge, welche die grenzüberschreitende Datenharmonisierung in einem Geographischen Informationssystem (GIS) erlauben. Den Nutzern stehen künftig geometrisch angepasste Geobasisdaten mit einer einheitlichen Grenzgeometrie zur Verfügung. Zur gemeinsamen Darstellung, Interpretation und Auswertung beider Datenmodelle werden Zuordnungsfunktionen bereitgestellt.

EFRE