Ablauf der Semantischen Harmonisierung

Ziel der semantischen Harmonisierung ist die Bereitstellung von grenzüberschreitend einheitlich interpretierbaren und interoperablen Daten. Die semantische Harmonisierung bezieht sich auf die Modellebene. Dabei werden die vorhandenen Datenmodelle analysiert und integriert. Unterschiede bestehen vor allem in den Datenmodellen: Verwendung unterschiedlicher Schemata, Detailierungsgrade, Klassifikationen, Begriffe und Beschreibungen. Der Ablauf der Harmonisierung ist in folgender Abbildung dargestellt. Da beide amtlichen Geobasisdaten separat vorgehalten werden und kein neues Datenmodell erstellt werden soll, wird eine Integration in Form eines "Alignment" durch Zuordnungstabellen (sog. "Matching Tables") durchgeführt. Der wichtigste Schritt in diesem Zusammenhang ist die Definition der Zuordnungsfunktionen.

Bilinguale Objektartenkataloge

Die Übersetzung der Datenmodelle mit all ihren Bezeichnungen und Definitionen stellte den ersten Schritt zur semantischen Harmonisierung zwischen ATKIS- und ZABAGED-Daten dar. Basierend auf den Übersetzungen wird die semantische Information extrahiert und die Begriffe bzw. Definitionen gegebenenfalls durch semantisch korrekte Übersetzungen korrigiert und ergänzt. Die Ergebnisse werden in bilingualen Objektartenkatalogen zusammengestellt.

Analyse und Vergleich der Datenmodelle

Die Analyse betrachtete für beide Datenmodelle separat zunächst den Aufbau der Kataloge, um im Anschluss formale und semantische Kriterien zu untersuchen. Ziel ist die Identifikation von Gleichheit, Ähnlichkeit und Heterogenität. Damit kristallisieren sich auch die besonderen Problemfälle für die Harmonisierung heraus.

Zuordnungsfunktionen

Der wichtigste Schritt für die Erstellung inhaltlich vergleichbarer, interoperabler Datenmodelle ist die Definition der Zuordnungsfunktionen zwischen den verwendeten Konzepten. Da eine eineindeutige Zuordnung nur in wenigen Fällen möglich ist, wird die Zuordnung für beide Transformationsrichtungen separat betrachtet. Weiterhin werden die Funktionen durch Kategorien näher spezifiziert.

Zuordnungskategorien

Die in der Tabelle vorgestellten Kategorien dienen der Klassifizierung der Zuordnungsgüte der einzelnen Zuordnungsfunktionen. Diese werden sowohl für die Transformationsrichtung von ATKIS (Modell A) nach ZABAGED (Modell Z) als auch in die entgegengesetzte Richtung definiert.

EFRE