ATKIS - Amtlich Topographisch-Kartographisches Informationsystem

Im Projekt wird auf den aktuellen, auf dem AAA-Modell basierenden ATKIS-Objektartenkatalog zurückgegriffen. Der ATKIS-Objektartenkatalog ist attributorientiert aufgebaut, d.h. die Landschaft wird nach Objektarten grob und mit Hilfe von Attributen fein gegliedert. Somit besitzt der Objektartenkatalog einen hierarchischen Aufbau mit einer Unterteilung in Objektbereichen bzw. -klassen, Objektartgruppen, Objektarten und deren Attribute. Es werden 8 Objektbereiche unterschieden.

Im Objektbereich zur Charakterisierung der Lage sind Informationen zu Grundstücken und Punkten enthalten. Diese Objekte haben keinen Raumbezug, denn sie dienen als Zusatzinformationen. Die Gebäude werden getrennt von der tatsächlichen Siedlungsfläche erfasst.  Die Aufnahme  von Gebäuden in diesen Objektbereich ermöglicht beispielsweise die Erfassung ihrer Funktion.

Der wichtigste Objektbereich des ATKIS-Modells ist die Tatsächliche Nutzung, denn seine flächenhaften Objekte bilden die Erdoberfläche lückenlos und überschneidungsfrei ab. Sie dürfen sich nicht überlagern, außer es handelt sich um Bauwerke im Verkehrs- oder Gewässerbereich. Die Nutzung der Erdoberfläche wird in ATKIS dabei in die 4 Themenbereiche Siedlung, Verkehr, Vegetation und Gewässer unterteilt.

Die Geländeoberfläche der Erde wird im ATKIS vollständig und dreidimensional durch eine repräsentative Punktmenge, dem Digitalen Geländemodell (DGM) beschrieben. Dieses ist im Objektbereich Relief eingebunden. Wichtig für die vollständige Beschreibung der Landschaft ist auch die Angabe zu administrativen und geographischen Einheiten und Einteilungen. Diese sind im Objektbereich Gesetzliche Festlegungen und Gebietseinheiten enthalten.

 

Tabelle: Übersicht der Objektarten und Objektartengruppen in ATKIS
EFRE